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| ISBN: 376880691X ISBN: 376880691X ISBN: 376880691X ISBN: 376880691X | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Felix Wankel wurde am 13. August 1902 in Lahr,
das lag damals noch im Grossherzogtum Baden, geboren. Von der Seite des Vaters
ist die Familie schwedischer Abstammung. Dort hiess man noch Wangel. Schon sein
Vater wäre gerne Ingenieur geworden, musste aber den Beruf des
Oberförsters erlernen.
Felix Wankel hatte ein sehr abwechslungsreiches
Leben, da er oft seinen Arbeits- und Lebensstandort wechselte. Schon in seiner
Kindheit erfand er kleine Sachen, wie zum Beispiel ein Wasserrädchen mit
waagrechter Welle.
Er spielte viele Rollen in seiner Jugend. Zum
Beispiel war er Jugendführer in national orientierten Organisationen, oder
Lichttelegraphist an einem von ihm selbstgebauten weitreichenden Scheinwerfer.
Er baute aber auch militärische Waffen für das Training. Vor dem
ersten Weltkrieg war die Mutter von Felix reich. 1915 siedelten die Mutter und
der Sohn nach Heidelberg über. (Wandtafel) Dort erfand er auch die
oben genannten Gegenstände. In Heidelberg bewohnte die Familie eine grosse
Wohnung an der Bergstrasse 29. (Folie 1a) Als Ausbildung besuchte Felix
in Weinheim, Weinheim liegt nördlich von Heidelberg, das Gymnasium. Im
Gymnasium interessierte er sich sehr für die Physik, interessanterweise war
Mathematik nicht seine Stärke. 1921 verliess er das Gymnasium ohne
Abschluss. Danach begann er eine Lehre als Verlagskaufmann im Verlag Carl Winter
in der Lutherstrasse, in Heidelberg. Anstatt dort seiner eigentlichen Arbeit
nachzugehen, dachte er über die Motoren nach. Im Büro des Verlags
entwarf er am 4. Juni 1924 eine kleine Fettturbine, die er auch
Fettdurchflussanzeigegerät nannte. Aus verständlichen Gründen
kündigte ihm der Verlag am 1. Juli, was ihn nicht sonderlich beeindruckte.
Nun hatte er genügend Zeit um
nachzudenken. Die Lebensumstände waren jedoch kümmerlich, er lebte so
schlecht von der Arbeitslosenversicherung, dass er sich nicht einmal Butter und
Wurst leisten konnte. Die Mutter verlor während des Krieges fast das ganze
Vermögen, sonst hätte sie ihm wahrscheinlich Geld zugeschickt.
Während seine Mutter in ihre Heimatstadt Lahr gezogen war, wohnte er nun in
einem kleinem Hinterzimmer an der Brückenstrasse 36. Das Hinterzimmer war
gleichzeitig auch seine kleine Werkbude. Darin verbrachte er sehr viel Zeit.
Während der Zeit, wo er nicht mit Motoren beschäftigt war, fuhr er mit
seinem selbstgebauten Rennpadelboot auf dem See herum. Dort konnte er sich
erholen und neue Energie tanken.
Zusammen mit seinen Freunden baute er 1924 ohne
Fachkenntnisse ein stromlinienförmiges, futuristisches Auto, das mit einem
V – 2 – Zylinder – Motor lief. (Folie 1b) Im gleichen
Jahr versuchte er, anhand von Zeichnungen, die er selbst gefertigt hatte,
erstmals einen Kolben nicht mehr hin- und hergehen zu lassen, sondern ihn im
Kreis laufen zu lassen.
Im Jahre 1926 beschäftigt er sich erstmals
mit einer Maschine, die anders konstruiert war als das bisher Bekannte. Für
seine Ideen und Vorstellungen war von 1934 bis 1936 im Haus der Mutter in Lahr
ein Konstruktionsbüro und eine Werkstatt untergebracht. (Folie 1c)
Während diesen zwei Jahren half ihm ein Freund bei der Anfertigung von
Maschinenteilen und Abdichtungs – Versuchsvorrichtungen. Danach wechselte
er ein weiteres Mal seinen Lebensstandort. Er siedelte nach Lindau am Bodensee
über. (Wandtafel) Dort baute er mit staatlicher Förderung
ehemals gewerblich genutzte Räume aus. Es entstand die Wankel –
Versuchs – Werkstatt in der Bregenzerstrasse 152. (Folie 2b) 1941
folgte ein Neubau zur Erweiterung in der Bregenzerstrasse 116. Während des
2. Weltkrieges ausbrach, blieb er trotzdem in Lindau, das dann auch verschont
blieb. (Folie 1d) Als er sein erstes Patent anmeldete, entdeckte er, dass
ihm nur eine Nacherfindung geglückt war. Felix Wankel erhielt 1969 den
Ehrendoktortitel von der Technischen Universität München. Ein Jahr
später erhielt er auch noch das grosse Bundesverdienstkreuz. Zu diesen
beiden Auszeichnungen hier noch seine Kommentare dazu : „Blöder
Arzttitel.“ und „Ein Orden für den Schlosser.“ Er
verstarb am 9. Oktober 1988 in Lindau am Bodensee.
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